Preise
Was kostet eine Entrümpelung in Remscheid?
Eine Entrümpelung in Remscheid kostet 15 bis 60 € pro Quadratmeter. Wo Sie in dieser Spanne landen, entscheidet der Füllgrad. Für eine normal möblierte 3-Zimmer-Wohnung mit 75 m² sind das 1.900 bis 2.600 €, für einen normal gefüllten Keller mit 20 m² rund 500 bis 700 €. Verbindlich wird der Preis als Festpreis nach der kostenlosen Besichtigung.
Kein Remscheider Betrieb legt sich öffentlich auf einen Quadratmeterpreis fest. Auf dieser Seite finden Sie die Zahlen trotzdem. Denn wer den Rahmen kennt, erkennt ein faires Angebot und muss nicht raten.
Wir sind selbst kein Entrümpelungsbetrieb. Wir geben Ihre Anfrage an eine Firma aus der Region weiter. Alle Werte hier sind marktübliche Richtwerte inkl. MwSt. und keine Angebote. Den verbindlichen Preis nennt Ihnen der Fachbetrieb nach der Besichtigung.
Preis pro Quadratmeter nach Füllgrad
Der Füllgrad ist der stärkste Preistreiber. Zwischen einer teilmöblierten und einer vollgestellten Wohnung liegt bei gleichem Grundriss oft der doppelte Preis.
| Füllgrad | Richtwert | Beispiel 75 m² | Typische Situation |
|---|---|---|---|
| Wenig Hausrat | 15–25 €/m² | 1.100–1.900 € | Teilmöbliert, gut zugänglich, wenig Sondermüll |
| Mittlere Befüllung Am häufigsten | 25–35 €/m² | 1.900–2.600 € | Voll möblierte Wohnung, normaler Hausrat |
| Sehr voller Haushalt / Messie | 35–60 €/m² | 2.600–4.500 € | Verdichteter Hausrat, Sonderentsorgung, Tiefenreinigung |
Der mittlere Wert ist der Normalfall. Ein Haushalt mit Schränken, Betten, Sofa, Küchengeräten und einem vollen Keller landet fast immer bei 25 bis 35 € pro Quadratmeter. Unter 25 € kommen Sie nur, wenn schon vorsortiert wurde oder Möbel fehlen. Über 35 € geht es, sobald die Räume dicht stehen oder viel Sondermüll dabei ist.
Was kostet mein Keller, meine Wohnung, mein Haus?
Ein Quadratmeterpreis hilft erst, wenn Sie ihn auf Ihr Objekt umrechnen. Deshalb hier die üblichen Gesamtpreise:
Bezugsgröße: mittlerer Füllgrad, also 25 bis 35 € pro m². Bei wenig Hausrat liegen die Preise rund 30 % niedriger, bei einem sehr vollen Haushalt 50 bis 70 % höher.
| Objekt | Fläche | Richtwert gesamt | Dauer |
|---|---|---|---|
| Kellerverschlag, Abstellraum | 10–15 m² | 350–550 € | halber Tag |
| Keller, Dachboden oder Garage | 15–25 m² | 400–900 € | halber bis ganzer Tag |
| 1-Zimmer-Wohnung | ca. 40 m² | 1.000–1.400 € | 1 Tag |
| 2-Zimmer-Wohnung | ca. 65 m² | 1.600–2.300 € | 1 Tag |
| 3-Zimmer-Wohnung Am häufigsten | ca. 75 m² | 1.900–2.600 € | 1 bis 2 Tage |
| 4-Zimmer-Wohnung | ca. 100 m² | 2.500–3.500 € | 2 Tage |
| Einfamilienhaus | ca. 150 m² | 3.500–5.000 € | 2 bis 3 Tage |
Dauer gerechnet mit einem Team von zwei bis drei Personen, inklusive Abtransport.
Beim Nachrechnen fallen zwei Werte auf. Bei kleinen Flächen unter etwa 25 m² gilt ein Mindestpreis. Anfahrt, Container und zwei Leute fallen auch dann an, wenn der Keller klein ist. Deshalb liegt er über der reinen Rechnung nach Quadratmetern. Ab rund 120 m² wird es pro Quadratmeter etwas günstiger, weil ein Container besser ausgelastet ist. Deshalb liegt das Einfamilienhaus leicht darunter.
Preis-Check: Richtwert für Ihr Objekt
Rechnet mit denselben Spannen wie die Tabellen oben. Das Ergebnis ist eine Orientierung, kein Angebot.
Warum steht auf keiner Anbieterseite ein Preis?
Weil nach Volumen und Aufwand abgerechnet wird, nicht nach Fläche. Wie viele Kubikmeter aus einer Wohnung herauskommen, sieht man am Telefon nicht.
Die Rechnung des Betriebs läuft anders herum als Ihre. Sie denken in Quadratmetern, weil das im Mietvertrag steht. Der Betrieb denkt in Kubikmetern und Arbeitsstunden, weil er danach bezahlt wird. Container werden nach Volumen bestellt, Deponien wiegen die Ladung, Helfer werden nach Stunden bezahlt. Der Quadratmeterpreis auf dieser Seite ist eine Umrechnung aus Erfahrungswerten. Für eine erste Einordnung reicht sie. Für ein verbindliches Angebot reicht sie nicht.
Dazu kommt: Wer ohne Besichtigung eine Zahl nennt, rechnet meist einen Sicherheitsaufschlag ein. Oder er erhöht am Tag der Räumung. Beides zahlen am Ende Sie. Deshalb gilt in dieser Branche: erst ansehen, dann Festpreis. Die Besichtigung kostet Sie nichts und verpflichtet Sie zu nichts.
Damit wird auch das erste Telefonat konkret
Fünf Angaben genügen, damit ein Betrieb Ihnen am Telefon wenigstens eine Spanne nennen kann. Erstens die ungefähre Fläche. Zweitens, wie voll es ist, gemessen an einem normalen Haushalt. Drittens Etage und ob ein Aufzug vorhanden ist. Viertens, ob ein Fahrzeug vor dem Haus halten kann. Fünftens, ob Farben, Öle, Batterien oder alte Elektrogeräte dabei sind. Fotos ersetzen die ersten beiden Punkte fast vollständig.
Was den Preis nach oben oder unten bewegt
Zwei Wohnungen mit gleicher Fläche können sich im Preis verdoppeln. Verantwortlich sind Trageweg, Zufahrt, Sondermüll und der Anteil an verwertbaren Sachen.
| Faktor | Wirkung | Grund |
|---|---|---|
| Etage ohne Aufzug | +5 bis 10 % | Je Etage. Jeder Gang nach unten dauert länger, das Team schafft weniger pro Stunde |
| Kein Halteplatz vor dem Haus | Aufschlag | Längere Tragewege, oft muss eine Halteverbotszone beantragt werden |
| Sondermüll | Aufschlag | Nach Menge. Farben, Öle, Batterien und Leuchtstoffröhren gehen an eigene Annahmestellen |
| Bauschutt, Asbest, Nachtspeicheröfen | Aufschlag | Eigene Vorschriften und eigene Entsorgungswege, teils durch eine Fachfirma |
| Abbau von Küche, Teppichboden, Lampen | Aufschlag | Handarbeit, die Zeit kostet |
| Tiefenreinigung oder Desinfektion | Aufschlag | Eigener Arbeitsgang nach der Räumung |
| Kurzfristiger Termin oder Samstag | Aufschlag | Möglich, nicht überall üblich. Umplanung und Überstunden |
| Verwertbare Möbel, Werkzeug, Antiquitäten | −10 bis 30 % | Der Betrieb kann die Sachen weiterverkaufen und rechnet das an |
| Vorsortiert, freie Wege, Erdgeschoss | Abschlag | Weniger Arbeitszeit für dieselbe Menge |
In Remscheid schlagen zwei dieser Punkte häufiger zu als anderswo. Der Altbaubestand bringt enge Treppenhäuser ohne Aufzug mit sich. Und in den Hanglagen passt nicht vor jedes Haus ein Container. Betriebe aus der Region rechnen das ein. Anbieter, die aus Düsseldorf oder Köln anreisen, merken es oft erst vor Ort. Dann steht die Nachforderung im Raum.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Ein Angebot besteht aus vier Blöcken. Der größte ist die Arbeitszeit des Teams. Dazu kommen die Entsorgungsgebühren, die nach Gewicht und Abfallart abgerechnet werden. Dann das Fahrzeug oder der Container. Und zuletzt die Anfahrt. Verwertbares wird gegengerechnet und mindert die Summe. Wie hoch der Arbeitsanteil genau ist, steht auf der Rechnung. Für die Steuer ist genau diese Zahl wichtig.
Wer zahlt die Entrümpelung?
In der Regel zahlt derjenige, der die Wohnung übergibt. Nach einer Kündigung ist das der Mieter, nach einem Todesfall sind es die Erben, beim Hausverkauf der Verkäufer.
Bei einem Nachlass wird die Entrümpelung aus dem Erbe bezahlt. Reicht das Erbe nicht, haften die Erben mit ihrem eigenen Geld. Sie können die Erbschaft aber ausschlagen. Dafür haben Sie sechs Wochen ab dem Zeitpunkt, an dem Sie vom Erbfall erfahren haben. Danach ist die Kostenpflicht kaum noch zu lösen. Klären Sie das, bevor Sie einen Auftrag erteilen. Bei einer Erbengemeinschaft tragen alle Erben die Kosten anteilig nach ihren Erbteilen.
Vermieter zahlen selbst, wenn eine Wohnung nach einer Zwangsräumung oder nach dem Tod eines Mieters ohne Erben geräumt werden muss. Zieht ein Angehöriger ins Pflegeheim und ist kein Vermögen vorhanden, kann der Sozialhilfeträger die Kosten im Einzelfall übernehmen. Wichtig ist die Reihenfolge: erst den Antrag stellen, dann den Auftrag erteilen. Im Nachhinein wird selten etwas erstattet.
20 % der Arbeitskosten über die Steuer zurückholen
Eine Entrümpelung im selbst bewohnten Haushalt gilt als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG. Sie können 20 % der reinen Arbeitskosten absetzen, höchstens 4.000 € im Jahr.
Drei Bedingungen müssen erfüllt sein. Erstens muss die Rechnung die Arbeitskosten getrennt von Material und Entsorgung ausweisen. Bitten Sie schon beim Angebot darum, hinterher wird es mühsam. Zweitens müssen Sie überweisen. Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an, auch nicht mit Quittung. Drittens muss der Haushalt Ihr eigener sein.
Der dritte Punkt trifft viele Erben unvorbereitet. Räumen Sie die Wohnung eines Verstorbenen, in der Sie selbst nie gewohnt haben, erkennt das Finanzamt den Abzug in der Regel nicht an. Anders sieht es bei Vermietern aus. Wird die Wohnung weiter vermietet, sind die Kosten meist in voller Höhe Werbungskosten. Das ist keine Steuerberatung. Im Zweifel fragen Sie Ihr Finanzamt oder einen Steuerberater.
Selbst räumen oder eine Firma beauftragen?
Selbst räumen ist günstiger, aber nie kostenlos. Für einen Keller lohnt es sich oft. Für eine komplette Wohnung mit festem Übergabetermin selten.
Rechnen Sie ehrlich mit: Miete für einen Transporter, Sprit, mehrere Fahrten zum Wertstoffhof, Gebühren für größere Mengen und Sondermüll, Verpflegung für Helfer und Ihre eigenen Urlaubstage. Dazu das Risiko, dass ein Schrank im Treppenhaus feststeckt. Wenn Sie selbst räumen können und der Sperrmüll bereits an der Straße steht, ist die Abholung durch die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) der günstigste Weg. Bei üblichen Mengen ist sie für Remscheider Haushalte über die Abfallgebühren abgedeckt.
Eine Firma lohnt sich, sobald der Termin drängt, aus Wohnung, Keller oder Dachboden herausgetragen werden muss oder Abfallarten dabei sind, die die Sperrmüllabfuhr nicht mitnimmt. Alle Entsorgungsgebühren sind im Festpreis dann schon enthalten.
Häufige Fragen
Fragen zu den Kosten
Muss ich eine Anzahlung leisten?
Bei üblichen Aufträgen nicht. Gezahlt wird nach der Räumung und nach Ihrer Abnahme. Bei sehr großen Aufträgen ist eine Teilzahlung normal. Wer vor der Arbeit Bargeld ohne Rechnung verlangt, ist kein guter Partner.
Kann der Preis nachträglich steigen?
Ein Festpreis nach Besichtigung hält. Mehr wird nur berechnet, wenn sich der Umfang ändert, zum Beispiel weil ein zusätzlicher Kellerraum dazukommt oder doch die Küche mit soll. Lassen Sie sich den Festpreis schriftlich geben, mit dem Zusatz besenrein.
Was kostet die Räumung einer Messie-Wohnung?
Rechnen Sie mit 35 bis 60 € pro Quadratmeter. Für 60 m² sind das 2.100 bis 3.600 €. Der Aufschlag entsteht durch die verdichtete Menge, durch Schutzausrüstung und oft durch eine Reinigung im Anschluss. Die Räumung läuft auf Wunsch diskret und mit neutralen Fahrzeugen.
Kostet die Entsorgung von Sondermüll extra?
Ja, in aller Regel nach Menge. Farben, Lacke, Altöl, Batterien, Leuchtstoffröhren und Altreifen gehen an eigene Annahmestellen mit eigenen Gebühren. Sagen Sie bei der Besichtigung, was vorhanden ist. Dann steht der Betrag im Festpreis und taucht nicht später auf.
Gibt es Aufschläge für kurzfristige Termine oder Samstage?
Möglich, aber nicht überall üblich. Fragen Sie gleich bei der Anfrage danach. Wenn Sie zeitlich flexibel sind, sagen Sie das ebenfalls. Ein Termin, der in eine bestehende Tour passt, ist für den Betrieb günstiger und für Sie oft auch.
Gibt es eine kostenlose Entrümpelung mit Wertanrechnung?
Verwertbares senkt den Preis um 10 bis 30 %. Komplett kostenlos wird eine Entrümpelung nur in seltenen Ausnahmefällen. Dafür müsste der Verkaufswert von Möbeln, Werkzeug oder Antiquitäten die gesamten Kosten decken. Wer eine kostenlose Räumung verspricht, ohne die Wohnung gesehen zu haben, hat den Erlös meist schon eingerechnet.
Alle Angaben sind marktübliche Richtwerte inkl. MwSt., Stand 07/2026, und keine Angebote. Den verbindlichen Festpreis nennt Ihnen der ausführende Fachbetrieb nach der Besichtigung.
Zuletzt aktualisiert: 23. Juli 2026